Zurück Fragen an Werner Frosch

Oder warum es für Werner Frosch der größte Erfolg ist, wenn der Nutzer glücklich ist.

1. Gute Architektur sollte …
… begeistern können und mehr als nur die Erfüllung eines Raumprogramms schaffen.

2. Architekten sollten …
… manchmal ein bisschen mutiger sein.

3. Gibt es Gebäude, die bei Ihnen eine besondere Leidenschaft auslösen?
Es gibt Gebäude, die mich berühren. Seit Beginn des Studiums habe ich über Studienreisen viele Gebäude besucht und es gibt immer wieder Bauten, bei denen ich innehalte und mich über die Qualitäten freue, die man erst vor Ort wirklich erlebt. Das ist etwas Besonderes.

4. Was war Ihr bislang größter Erfolg?
Es ist immer ein großer Erfolg zu sehen, wenn die Nutzer glücklich mit ihrem Gebäude sind. Es macht Spaß, wenn man nach einiger Zeit seine Architektur besucht und sieht, dass die Gebäude von den Menschen genutzt, bespielt, angeeignet werden und sie sich darin wohlfühlen.

5. Welche Rolle spielen für Sie Wettbewerbe?
Wettbewerbe sind wichtig. Wir sind ein Architekturbüro, das über Wettbewerbe groß geworden ist. Wir nehmen an wahnsinnig vielen Wettbewerben teil und ich sehe auch die Notwendigkeit von Wettbewerben. Die Frage ist für mich eher, was wir unter Wettbewerben verstehen und was dahinter steht.

6. Welches Projekt steht bei Ihnen als nächstes an? Woran arbeiten Sie gerade?
Wir haben verschiedene Projekte in der Ausführung und kurz vor Fertigstellung. In Deutschland ist das beispielsweise das Fraunhofer Institut in Augsburg und die Architekturfakultät in Regensburg. Das sind beides sehr schöne Projekte und ich freue mich darauf, sie bald fertig zu sehen.

7. Wo würden Sie am liebsten wohnen?
Ich hatte die Möglichkeit, sowohl in Kopenhagen, als auch in meiner Heimatstadt München zu wohnen und zu arbeiten. Beide Städte haben so viel Positives, dass ich mich nicht entscheiden kann, wo ich am liebsten wohnen würde. Es hat jetzt München getroffen, aber es hätte genauso gut Kopenhagen sein können.

8. Was raten Sie jungen Architekten?
Junge Architekten sollten sich – gerade wenn es um Wettbewerbe geht – frühzeitig mit etablierten Büros zusammenschließen, um dort Wettbewerbserfolge zu verzeichnen und so etwas für ihr eigenes Portfolio zu erhalten. Als Einzelkämpfer über Wettbewerbe groß zu werden ist ungeheuer schwierig.

9. Wenn Sie nicht Architekt geworden wären, was wären Sie heute?
Im Nachhinein hätte ich wohl Jura studieren müssen, denn die Architektur ist so juristisch geworden. Ich bereue meine Entscheidung aber nicht. Ich würde es genauso wieder machen.

Henning Larsen GmbH
Ridlerstr. 31
80339 München
Tel.: +49 89 8563338-0
munich@henninglarsen.com