„PLAY TO THE GALLERY“ – Hommage an einen Klassiker

Inszenierung von JUNG in Mailand

Im Zuge der Milan Design Week 2018 präsentierten wir die Installation „PLAY TO THE GALLERY“ im Brera Design District. Im Fokus stand das 50-jährige Jubiläum des JUNG Schalterklassiker LS 990.

Die Installation entstand in enger Zusammenarbeit mit der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur unter der Leitung von Prof. Ulrich Nether und Ricarda Jacobi. Das Entwurfsteam bildeten Sarah Gmelin, Marielle Kanne, Mona Makebrandt sowie Marisa Spieker. „PLAY TO THE GALLERY“ machte das Unsichtbare sichtbar und bot Besuchern die Gelegenheit, aktiv in das Zusammenspiel von Schalter, Stromkreis, Licht und Klang einzugreifen.

„PLAY TO THE GALLERY“ – Unsichtbares sichtbar machen
An oder aus, auf oder zu, warm oder kalt: Licht, Rollläden oder Raumtemperaturregler, Schalter und Systeme sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile selbstverständlich sind die meist unscheinbaren kleinen Helfer der modernen Haustechnik, die das Leben komfortabler und sicherer machen. „PLAY TO THE GALLERY“ macht das Unsichtbare sichtbar und bietet auf spielerische Weise Gelegenheit, selbst in das Zusammenspiel von Schalter, Stromkreis, Licht und Klang einzugreifen. Sichtbar ist gewöhnlich der Schalter, der täglich zigfach – meist unbewusst – berührt wird. Das System und die Verkabelung bleiben im Verborgenen. Der quadratische LS 990 ist der Protagonist der „PLAY TO THE GALLERY“-Inszenierung. Betätigt ein Besucher den Schalter, wird ein Foto mit Langzeitbelichtung ausgelöst. Ein Lichtband weist während der Belichtung den Weg zur Kamera. Das Foto, das aus der Vogelperspektive geschossen wird, hält das Zusammenspiel zwischen Mensch und System fest.

„PLAY TO THE GALLERY“ – Spielgeräte für ein lebendiges Zusammenspiel
Durch zusätzliche Spielgeräte kann der Besucher die Verknüpfung der Elemente selbst spüren:Das Betätigen und Einschalten einer oder mehrerer Bestandteile der Installation löst eine ganze Szenenfolge aus. Durch die Interaktion des Menschen wird „PLAY TO THE GALLERY“ zu einem lebendigen Zusammenspiel. Der Schalter, der Stromkreis, das Licht, der Klang – sie alle sind Teil des Systems, sie bedingen oder ergänzen sich zu einem großen Ganzen. Eine Schaukel ahmt, mit ihrer dreigeteilten Form, einen Tastsensor nach. Ein Karussell imitiert durch ein geteiltes Quadrat einen Serienschalter. Eine Wippe erinnert in ihrer Bewegung an einen Wippschalter. Werden die Spielgeräte genutzt, beginnen sie zu leuchten und lösen darüber hinaus eine eigens von dem Klangkünstler Stéphane Clor für das Projekt entwickelte Klangfolge aus, die durch die Bewegungsrhythmen beeinflusst wird.