München 2017

LIVING – Upgrade für ALLE

Preiswerter Wohnraum: Vom Einfamilienhaus über Quartiersentwürfe bis hin zum Wohnhochhaus – die Aufgaben für Architekten gestalten sich vielfältig. Nie zuvor war der Wunsch nach urbaner Wohnqualität so groß und der Platz in den Städten so gering. Hinzu kommt aktuell die große Aufgabe, der Zuwanderung in europäischen Ballungsgebieten gerecht zu werden.

Diesen Themen widmeten sich die 12. JUNG Architekturgespräche unter dem Motto „LIVING“ am 2. Februar 2017 in München, diesmal in einem besonderen Ambiente: der neuen Architekturgalerie München im Hochbunker am Viktualienmarkt. Günter Katherl von caramel Architekten Wien und Wolfram Putz von GRAFT Berlin präsentierten ihre aktuellen Wohnbauprojekte und Flüchtlingsunterkünfte und diskutierten mit Christof Bodenbach über die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen des Wohnbaus.
Christof Bodenbach
Pressesprecher der Architekten- und Stadtplanerkammer
Hessen

Orte für Menschen
Caramel Architekten begreifen den Wohnraum als Modul. Sie entwickeln modulare Entwurfskonzepte, ausgehend von der kleinsten Variante – dem Einfamilienhaus – weitergedacht bis ins gestapelte Modul – dem Hochhaus. Mit ihrem „Home Made Tool Set“, ein System von textilen Elementen wie Sonnenschirm, Stoffplanen und Kabelbindern, entwickelten Sie eine Methode, durch die ehemalige Großraumbüros innerhalb kürzester Zeit in modulare Flüchtlingsunterkünfte mit kleinen Raumeinheiten verwandelt werden können.
Günter Katherl
caramel Architekten
Wien

Hybrider Blockrand
Einen besonderen Typus des Wohnquartiers entwickelte GRAFT für eine offene Blockrandbebauung in Berlin, dessen Substanz etwa zur einen Hälfte aus Umbau eines ehemaligen Krankenhauses und zur anderen aus ergänzten Neubauten besteht. Mit den Paragon Apartments liefern sie die Antwort auf die Frage nach nötiger Vielfalt in einem modernen innerstädtischen Wohngebäude. Sie entwickelten einen Wohngrundkubus, der einen neuen, maßstäblich sehr effizienten Zwei-Zimmer-Typus abbildet und gleichzeitig – durch ein eingestelltes Möbel – ein loftartiges Raumgefühl schafft.
Wolfram Putz
GRAFT
Berlin

Frischer Wind
Benedikt Huber, Masterstudent an der AdBK München und Sieger des 1. Preises beim IN-Puls KICK OFF Award 2016 präsentierte als Newcomer seinen Vorschlag zur Entstehung eines neuen Gastronomiebetriebs im Hause der Münchner Staatsoper. Mit seinem Projekt "Opera" - entwickelte er die Idee eines öffentlichen Wohnzimmers in der Münchner Innenstadt.
Benedikt Huber
AdBK
München