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Warum Architektur für Sebastian Brunke über den Tellerrand hinausschauen sollte.

Gute Architektur sollte…?

…. im Prinzip auf alle Gegebenheiten die vorhanden sind eingehen und möglichst die Qualitäten, die da sind erkennen, um sie dann zu steigern.

Architekten sollten…

…nach links gucken und nach rechts schauen. Sie sollten sich andere Architektur, aber auch Interessensfelder und andere Bereiche und Branchen, anschauen. Denn Architektur lebt, nicht nur aus sich selbst heraus, sondern ist genauso beeinflusst von beispielsweise wirtschaftlichen, politischen und soziologischen Faktoren, um nur einige zu nennen. Architektur sollte über den Tellerrand hinausschauen.

Gibt es Gebäude, die bei Ihnen eine besondere Leidenschaft auslösen?

Da war das LF One von Zaha Hadid in Weil am Rhein. Im Prinzip ist das ein Pavillon für eine Landschaftsausstellung, der aber die Idee von der Landschaft als Gebäude damals manifestiert hat. Und das hat mich als ganz junger Student total beeindruckt, da diese Art und Weise Gebäude zu denken für mich neu war und mich in weiterer Folge stark beeinflusst hat.

Was war Ihr erstes Haus – wann war das?

Das erste Projekt in Projektverantwortung war das Festspielhaus in Erl. Das ist das erste Gebäude, mit dem ich mich so richtig identifizieren kann.

Was bedeutet für Sie Zuhause?

Home is where the heart is.

Von wem hätten Sie sich gerne Ihr Haus bauen lassen?

Von John Lautner.

Was würden Sie niemals bauen?

In Abwägung der Umstände, bin ich erstmal offen für alles. Denn man kann in jeder Aufgabenstellung etwas Interessantes finden.

Wovon lassen Sie sich inspirieren?

Mannigfaltig, im Prinzip. Natürlich von anderen Architekten. Dadurch, dass man ständig von irgendwelchen Bildern umgeben ist, und man versucht sich mit einem gewissen Filter vor dem Auge inspirieren zu lassen. Das kann Kunst, Wissenschaft, ein zufälliger Moment oder eine Atmosphäre sein.

Worin sehen Sie die künftige Herausforderung für Architekten? Wie muss Architektur der Zukunft sein?

Wir bauen ja alle die Zukunft, denn die Vergangenheit ist ja schon gebaut. Und da gibt es viele unterschiedliche Herausforderungen. Die hängen davon ab, wo das ist und was das ist. Und daraus ergibt sich, wie man an die Aufgaben rangehen sollte, wie man es betrachten sollte. Wir versuchen jede Aufgabe darauf zu durchleuchten, was der Kern der Aufgabe ist. Und dann darauf zu reagieren. Ich glaube, es gibt kein Allgemeinrezept, wie man die Aufgaben der Zukunft meistern kann.

Welches Projekt steht als nächstes an? Woran arbeiten Sie gerade?

So wie es aussieht, ein Bürobau in Hamburg. Und parallel – das steht aber nicht, sondern läuft schon seit drei Jahren – ein hybrider Multikomplex in Seoul.

Was raten Sie jungen Architekten?

An das zu glauben, was man macht.

Wenn Sie nicht Architekt geworden wären, wären Sie jetzt?

Ich hab mal ein Semester Kunst auf Lehramt studiert (lacht), aber jetzt zu sagen ich wäre Lehrer geworden… Vielleicht Bildhauer.
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