Neue Einkaufspassage, München

Vitales Quartier in der Münchener Innenstadt

Mit der Hofstatt entstand mitten in der Münchener Altstadt ein neuer Ort zum Leben, Arbeiten und Einkaufen. Bis 2008 wurde hier die Süddeutsche Zeitung produziert, nach ihrem Weggang, galt es dem Areal im Münchener Hackenviertel eine neue Qualität zu verleihen. Als Teil des Projekts „Mitten in München“, liegen die Projektentwicklung und Realisierung in den Händen der Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft Sendlinger Straße GmbH & Co. KG (VVS). Das architektonische Konzept kommt von Meili Peter Architekten aus Zürich. 
 
Das Herzstück des Projekts ist das Gebäude der ehemaligen Druckerei der Süddeutschen Zeitung – ein in den Jahren 1926 bis 1929 erbauter verklinkerter Stahlskelettbau. Durch das Erdgeschoss des Backsteinbaus führt eine öffentliche Passage mit Glasdach. Diese steht für die Idee der Schweizer Architekten, dem Areal einen gemeinschaftlichen Charakter zu geben. Das ehemals abgeriegelte Geviert wurde so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. An den Altbestand schließen sich die weiteren Gebäude der Hofstatt an. Die einzelnen Teile des Entwurfes sind durch organisch, frei gegeneinander schwingende Bänder der Passage miteinander verbunden und zusammengefasst. Dazwischen liegen die unterschiedlichen Höfe.
 
Neben der Renovierung einiger denkmalgeschützter Fassaden – wie des ehemaligen Zeitungsgebäudes – wurde sieben Bauten errichtet. Alle Gebäude zieren unterschiedliche Fassaden. So unterscheiden sich die Wohngebäude in der Hotterstraße durch ihren unterschiedlich gefärbten Putz und die Putzstruktur. Die Gebäude am Färbergraben haben plastische Keramikfassaden, die sich durch ihre unterschiedliche Farbigkeit differenzieren. Der Hauptzugang befindet sich in der Sendlinger Straße, direkt neben dem ehemaligen Gebäude der Süddeutschen Zeitung. Die Fassade des Neubaus besteht an dieser Stelle aus Werksteinelementen, die einerseits semitransparent, in der Schrägansicht jedoch geschlossenen wirken. Mit seiner Liebe zum Detail, den vielfältig gestalteten Fassaden und Architekturen steht das Hofstatt-Areal für eine neue städtebauliche Qualität. Das zeigen auch die Auszeichnungen mit dem „Deutschen Städtebaupreis 2014“ und dem «Preis für Baukultur der Metropolregion München 2016“.
 
Heute befinden sich im 1. Unter- und Obergeschoss die Flächen für den Einzelhandel, darüber liegen die Büroräume. Im Untergeschoß sind die Gebäude über bis zu drei Untergeschosse miteinander verbunden. Ein Drittel der Fläche der Hofstatt ist mit Wohnungen belegt. Die modernen Lofts, Stadtwohnungen in den Neubauten und großzügigen Altbauwohnungen befinden sich in vier unterschiedlichen Gebäudeteilen. Durch die relativ freie Anordnung der Wände, passen sich zum Beispiel die Grundrisse der Wohnungen an der Hotterstraße den individuellen Anforderungen der Bewohner flexibel an. Ausgestattet sind alle Gebäude der Hofstatt mit moderner Elektroinstallation von JUNG im Design des Schalterklassikers LS 990. Die klassische Ausführung des Schalters mit schmalem Rahmen passt sich harmonisch der Umgebung an; in reinem Alpinweiß setzt er klare, puristische Akzente.
Fotos: Bauwerk/ Oliver Jaist
Fotos: Bauwerk/ Sorin Morar
Fotos: Bauwerk/ Florian Holzherr

Verwendete Designs und Technologien