Einfamilienhaus Willner, Herrenberg

Sanierung mit Herz und Verstand

Ein eigenes Haus, im Grünen, mit guter Verkehrsanbindung. Wer träumt nicht davon? Für die dreiköpfige Familie Willner erfüllte sich der Traum mit einem kleinen Siedlungshaus in Herrenberg. Rund 40 km vor den Toren Stuttgarts gelegen.

Das in den 1930er Jahren errichtete Gebäude befand sich rund 80 Jahre in einem dornröschenhaften Schlaf. Schon bei der Erstbesichtigung stand fest: Die Innenräume sind zu dunkel, die Aufteilung zu kleinteilig und die Gebäudehülle energetisch unzulänglich. Damit war klar, dass die Sanierungsarbeiten an dem kleinen Wohnhaus für die Willners umfangreich ausfallen würden.

Anbau schafft Wohnfläche
An der Westseite des Hauses vergrößert heute der dreigeschossige unterkellerte Anbau aus Lärchenholz die Wohnfläche um rund 50 qm. Die Dachränder sind mit einem Anschluss aus Metall versehen und so gegen Unwetter und Regen geschützt.
Um das Wasser auch unterirdisch vom Haus wegzuleiten, wurde um das Gebäude ein Graben ausgehoben und eine Drainage verlegt. Darüber hinaus wurde der Keller von außen wasserdicht gedämmt und betonversiegelt. Das Ergebnis überzeugt: Die Kellerräume sind trocken und bieten großzügigen Stellraum. Der ursprüngliche Erdkeller im Altbau wurde mit einer Schotter- und Splittschicht aufgeschüttet und mit Backsteinen gepflastert. Heute dient er als Weinkeller.

Energetisch auf hohem Niveau
Als Grundlage für ein Energiekonzept wurde eine umfangreiche Gebäudeanalyse durchgeführt. Die ursprüngliche Gasheizung wurde durch eine moderne Luft-Wärmepumpe ersetzt. Eine Fußbodenheizung im Neubau überträgt die Wärme in die Räume des Anbaus. Im Altbestand sorgen Flachheizkörper für angenehme Temperaturen. Der Zugang zum Keller und ins Dachgeschoss ist mit speziellen Isoliertüren gedämmt. So wird verhindert, dass Wärme verloren geht.

Auch die alten Fenster des Siedlungshauses wurden durch moderne doppelverglaste Fenster mit Vier-Kammer-Kunststoffrahmen ersetzt. So ist das Haus vor Wärmeverlust geschützt. Zusätzlich wurde die Fassade mit Dämmplatten, einer Armierungsschicht und Carbon-Spachtel versehen. So entstand eine elastische Schutzschicht, die Schlägen von 15 bis 20 Newton standhält. Im Vergleich dazu: „Normale“ Fassaden halten rund fünf Newton aus. Große Hagelkörner oder Fußball spielende Kinder können der Fassade der Willners nichts anhaben.

Innenausbau mit Liebe zum Detail
Auch die dunklen Zimmer und die kleinteilige Aufteilung gehören heute der Vergangenheit an. Durch die vergrößerten Fenster dringt mehr Licht ins Gebäude, die weißen Innentüren und die moderne Einrichtung tun ihr übriges. Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Gästetoilette. Im Obergeschoss sind die Bäder der Familie. Während das Kinderbadezimmer mit Dusche, Toilette und Waschbecken ausgestattet ist, entspannen sich die Eltern in ihrem eigenen Badezimmer mit bodengleicher Dusche und Wanne.

Der großzügige Wohn-Ess-Bereich verläuft vom Altbestand bis zum Anbau. Die Küchenzeile ist mit edlen plantinfarbenen grifflosen Fronten ausgestattet. Der freistehende Herdblock trennt den Ess- vom Kochbereich optisch. Im Erdgeschoss sorgen eine Vintage Tapete und Landhausdielen den Wohn-Ess Bereich.

Moderne Haustechnik
Den Eingangsbereich zieren antik anmutende Zementfliesen. Die moderne Aluminiumhaustür mit hohen Wärmedämmwerten sorgt für ein angenehmes Raumklima. Der besondere Clou: Ein Fingerscanner ersetzt den Haustürschlüssel. Per Fingerabdruck können die Bewohner die Haustür öffnen. Verloren gegangene und vergessene Schlüssel gehören damit bei den Willners der Vergangenheit an.

Höchste Sicherheit bei bequemer Bedienung gewährleistet die Türkommunikation von JUNG im Design des Schalterprogramms A creation. Die Rahmen in Alpinweiß setzen klare Akzente und passen sich harmonisch der Innenausstattung an.

Per 24-V JUNG Bus-System werden Belichtung und Verschattung im Holzanbau gesteuert. Als Steuerzentrale dient die Relaisstation. Zur individuellen Bedienung von Beleuchtung und Rollläden sind Tastsensoren und Sensor-Module im JUNG Schalterdesign A creationin Alpinweiß installiert.

Die automatische Beleuchtungsregelung innerhalb und außerhalb des Hauses sorgt für mehr Sicherheit der Bewohner. So schalten im Innenbereich Bewegungsmelder automatisch die Beleuchtung ein, wenn sich eine Person im Erfassungsfeld bewegt. Das lästige Suchen nach dem Lichtschalter entfällt und die Stolpergefahr im Dunklen wird reduziert.

Im Außenbereich sorgt die automatische Beleuchtung der Zugangswege für Orientierung und Sicherheit. Besucher müssen keine dunklen Wege fürchten – potenzielle Einbrecher werden durch das Automatiklicht abgeschreckt. Verlässt die Familie ihr Haus, können Rollläden und Lampen zentral per Tastendruck heruntergefahren beziehungsweise und ausgeschaltet werden.

Durch die Erweiterung der Wohnfläche, die Sanierung des Altbestandes und die Ausstattung mit zeitgemäßer Haustechnik ist das alte Siedlungshäuschen aus den 1930er Jahren heute in der Moderne angekommen.

Verwendete Designs und Technologien