Schlaue Belüftungssteuerung

Hygrostat als Wächter für ein gesundes Raumklima

Ob morgens nach der Dusche oder abends beim Entspannungsbad – Wasserdampf schlägt sich im kompletten Badezimmer nieder und wird, wenn nicht ausgiebig gelüftet wird, zum Problem. Dann droht Schimmel. Um diesen zu vermeiden und die in Bad oder auch Küche schnell erreichten Höchstwerte an Luftfeuchtigkeit zu senken, sollte mindestens fünf Minuten bei offenem Fenster stoßgelüftet werden. Schwierig, wenn morgens die Zeit ohnehin knapp bemessen, und unangenehm, wenn es draußen kalt ist.

Nicht nur die Spitzenwerte an Luftfeuchtigkeit beim Kochen oder Duschen belasten das Raumklima. Auch in den Schlafräumen ist die Luftfeuchtigkeit eher hoch. Allein ein Vierpersonenhaushalt gibt täglich rund zwölf Liter Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf an die Raumluft ab. Seit die deutsche Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 in Kraft getreten ist, gilt jedoch für alle Neubauten sowie für umfangreiche Modernisierungen, dass Gebäudehüllen luftdicht abgedichtet werden müssen. Deshalb sind mehrfachverglaste Fenster ebenso wie das Dämmen von Fassade und Dach heute gängige Praxis. Die Wärme bleibt im Haus und der Energieverbrauch sinkt. Mit ihm nimmt allerdings auch die Qualität der Innenluft ab – für Raumhygieniker ein Problem, denn während in nicht modernisierten Altbauten stündlich ein Luftaustausch von bis zu zwei Raumvolumina stattfindet, wird die Innenluft in Niedrigenergiehäusern pro Stunde nur zu etwa 50 Prozent ausgetauscht. Um darin die täglich entstandene Raumfeuchte zu reduzieren, müsste die Luft alle zwei Stunden komplett gewechselt werden. Mit einer normalen Fensterlüftung ist das bei dem heutigen Lebens- und Arbeitsrhythmus wohl kaum möglich. Abhilfe verspricht ein Hygrostat, der den entstehenden Lastspitzen bei Hochbetrieb in Küche und Bad entgegen wirkt. Über einen integrierten Sensor misst (etwa) der schlaue Raumklima-Wächter von Jung Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur. Aus diesen Daten errechnet er den optimalen Feuchtigkeitsgehalt der Luft in Abhängigkeit zur herrschenden Raumtemperatur. Wird der Sollwert überschritten, schaltet der Jung Hygrostat Geräte zur Entfeuchtung wie Ventilatoren oder automatische Fensterantriebe ein. Der Schimmelbildung wird so vorgebeugt.