Hamburg 2012

Die Architekturgespräche in Stuttgart 2012 standen unter dem Motto:
„Future Living - IBA Hamburg 2013“

Eine Internationale Bauausstellung (IBA) soll immer die aktuellen Ideen und Projekte in einer Region aufzeigen, die als erforderlich angesehen werden um einen landschaftlichen und städtebaulichen Wandel herbeizuführen.

Solche Internationalen Bauausstellungen haben in Deutschland inzwischen Tradition. Angefangen 1901 in Darmstadt, danach 1913 in Leipzig, im Anschluss 1957 und 1984 in Berlin. Mitte der 1990er Jahre widmete man sich in Nordrhein-Westfalen thematisch das erste Mal einer ganzen Region.

Bereits bei den 1. JUNG Architekturgesprächen im September 2006 haben wir uns inhaltlich mit der IBA Hamburg 2013 auseinandergesetzt. In diesem Jahr wollen wir uns wieder diesem spannenden Thema annehmen und uns die Projekte aus dem „Sprung über die Elbe“ genauer ansehen.

Daher freuen wir uns, dass wir mit Michael Ziller aus dem Münchener Architekturbüro zillerplus sowie Georg Waiblinger aus dem Hamburger Büro Schenk+Waiblinger Architekten zwei Architekten gefunden haben, die uns an ihren IBA-Projekten teilhaben lassen.

In der anschließenden Diskussion werden außerdem Hubert Lakenbrink von der IBA Hamburg GmbH sowie Peter Jorzick vom Hamburg Team mit uns über die Zukunft des Wohnens, insbesondere zur IBA Hamburg, sprechen.
Mittwoch,
28. März 2012



Freie Akademie
der Künste
Klosterwall 23
20095 Hamburg

Pressetext Nachberichterstattung 7. Architekturgespräche in Hamburg

Programm

Begrüßung
Fachvortrag

Dipl.-Ing. Georg Waiblinger
Schenk+Waiblinger Architekten, Hamburg

1968
geboren in Nürnberg

1990 – 1996

Studium der Architektur an der FH Hamburg,
Diplom bei Prof. K. Töpper und Prof. J. Friedrich
Seminar bei Prof. J. Blumer von Atelier 5
Aufbauseminare an der TU Hamburg-Harburg
Fachbereich Städtebau/Stadtplanung

1992

freie Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros
in Hamburg und Sydney/Australien

1996
eigene Projekte in Hochbau und Innenarchitektur

seit 2000
Mitinhaber Architekturbüro/Partnerschaft
Schenk+Waiblinger Architekten in Hamburg

Mitglied der Hamburgischen Architektenkammer
Preisrichter in verschiedenen Wettbewerbsverfahren
Mitglied bei Europan Deutschland
Mitglied im BDA

 

Dipl.-Ing. Michael Ziller
zillerplus Architekten und Stadtplaner, München

Michael Ziller arbeitet mit seinem Studio „zillerplus Architekten und Stadtplaner“ seit nun gut 10 Jahren an Projekten mit stark unterschiedlichen Maßstäben: im Bereich der Stadtplanung, des Hochbaus und des Innenausbaus. Entstanden sind dabei Projekte im In- und Ausland. Das Büro hat darüber seinen Schwerpunkt in ökologischen und gemischt genutzten Gebäuden und Stadtplanung gefunden. Derzeit realisiert zillerplus im Rahmen der IBA in Hamburg ein smartes Wohngebäude in der „neuen Mitte Wilhelmsburg“. Michael Ziller studierte Architektur an der Hochschule und an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Otto Steidle und Erich Schneider-Wessling. Nach Studienaufenthalten am MIT in Chicago und in Graz sowie einer Zusammenarbeit mit Prof. Erich Schneider-Wessling und Prof. Steffan folgte 1999 die Selbständigkeit mit seinem Studio in München. Von 2005 bis 2008 war Michael Ziller als Vorsitzender im BDA München und Oberbayern engagiert. Nach einem Start des Studios im kostengünstigen Bauen hat sich die Tätigkeit auf sozial und ökologisch nachhaltiges Denken im Bereich Stadtplanung und Hochbau ausgerichtet. Der mit der Energiewende zusammenhängende ästhetische und strukturelle Wandel in der Architektur beschäftigt zillerplus Architekten und Stadtplaner besonders.

1999 errichtete das Büro seine erste ökologische Reihenhaussiedlung in München. Nach Erfolgen in internationalen Wettbewerben fand eine Entwicklung über den Bebauungsplan der Maikäfersiedlung und den Bau des neuen Siedlungszentrums in München hin zu urbanen, gemischt genutzten Projekten und Stadtplanungen an sensiblen Übergängen der Stadt statt. Derzeit beschäftigt sich das Team um Michael Ziller mit Studien zur Mischnutzung in urbanen Projekten und mit der Forschung und dem Bau von Ressourcen sparenden und innovativen Gebäudehüllen und -Strukturen. Dabei spielt der Gedanke des Low-Tech und die Gestaltung mit solaren Elementen eine wichtige Rolle.

Bei den Bauten von Michael Ziller mischt sich eine inhaltliche Fragestellung mit einem pragmatisch-klassischen Ansatz, um die jeweiligen Potentiale der Aufgabe und des Ortes freizulegen. So werden jeweils die Probleme als Chance für ein prägnantes und wertiges Projekt begriffen.

 
Podiumsdiskussion

Peter Jorzick
Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung mbH

1982 –1986
Erste Projektentwicklungen in Hamburg-Ottensen
durch Umbau historischer Fabrikanlagen u.a. als
Geschäftsführer des Ottenser Werkhofes, geschäftsführender
Gesellschafter des Hamburger Medienhauses
(Zeise Fabrik), des Projektes Donnerstraße 18
(ehemals Papierfabrik NFA Netzler Nachfolger)

1986 –1988
Aufbau einer “Beratungsstelle für örtliche Beschäftigungsinitiativen”
im Rahmen der Wirtschaftsförderung
der Freien und Hansestadt Hamburg

1988 –1989
Erarbeitung eines Strategiekonzeptes für die
Neuorientierung der gesamten Hamburger Stadterneuerung
und eines Unternehmenskonzeptes für
die “STEG-Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft
Hamburg mbH”, eines Treuhänderischen
Sanierungsträgers für sämtliche Sanierungsgebiete
der westlichen inneren Stadt Hamburgs
(Karolinenviertel bis Ottensen)

1989 –1997
Geschäftsführer der STEG-Stadterneuerungs- und
Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, Hauptgesellschafterin:
Freie und Hansestadt Hamburg

1988 –1998
Geschäftsführer der Hamburger Gesellschaft für
Gewerbebauförderung, HAGG mbH. Entwicklung
diverser Gewerbehöfe in Hamburg als Neubauten
und als Bestandsprojekte: Gesellschafter: Freie
und Hansestadt Hamburg, Handelskammer,
Handwerkskammer

seit 1997
Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburg
Team Gesellschaft für Projektentwicklung mbH

 

Hubert Lakenbrink
Internationale Bauausstellung IBA Hamburg GmbH

Studium der Drucktechnik an der Gesamthochschule Wuppertal
Studium der Architektur an der Fachhochschule in Berlin

1986 –1992
Stadtplanungsamt Berlin-Spandau:
Leiter städtebaulicher Entwurf

1992 – 2006
Leitender Koordinator des städtebaulichen
Entwicklungsgebietes Berlin-Oberhavel

seit 2006
Projektleiter des IBA-Projektgebietes
Wilhelmsburg Mitte
Moderation

Boris Schade-Bünsow

Chefredakteur Bauwelt,
Berlin
Get Together
Restaurant „Pane e Tulipani"