Bundeskanzleramt, Berlin

ausgestattet mit dem JUNG-Schalterprogramm LS 990 in Schwarz und Weiß
1994 gewann das Berliner Architekten-Team Axel Schultes und Charlotte Frank den Wettbewerb für das neue Kanzleramt im Spreebogen. Davor hatten die beiden mit ihrem 'Band des Bundes' bereits die städtebaulichen Leitlinien für die Bauten von Parlament und Regierung an diesem Standort festgelegt. Bauherr des Projekts war die Bundesbaugesellschaft Berlin im Auftrag des Bundes.

Das Kanzleramt erstreckt sich auf einer Hauptnutzfläche von 19000 m2 und wird an der Nord- und Südseite von zwei langgestreckten Flügeln mit Verwaltungsbüros flankiert.

Zwischen den beiden Trakten erhebt sich der neungeschossige Kubus des Leitungsgebäudes, das mit 36 Metern die umgebende Bebauung gut um das Doppelte überragt. Im Zentralgebäude befinden sich unter anderem das weitläufige, über zwei Geschosse führende Foyer, Kabinettsäle und Sitzungsräume sowie der Bankettbereich.

Außergewöhnlicher architektonischer Anspruch
Die Konzeption des Leitungsgebäudes stellt einen gut durchdachten Bezug zum Reichstag her. Ähnlich wie dort wurde auch hier eine horizontale Zweiteilung umgesetzt, die durch den 18 m hohen Halbkreis im oberen Bereich der Nord- und Südfassade markant visualisiert ist. Dabei betonen die freistehenden Stelen aus gewelltem Sichtbeton die unverwechselbare Struktur des Gebäudes. Adäquat dazu fügen sich auch die horizontal geteilten Glasfassaden zum Ehrenhof und Kanzlergarten hin harmonisch in das Gesamtbild ein.

Das Kanzleramt vereint auf eindrucksvolle Weise viele Elemente, die zunächst widersprüchlich erscheinen: Glas und Beton, Statik und Bewegung, Kanten und Wellen, Transparenz und Geschlossenheit. Eine konsequent mutige Gestaltung hat daraus eine Architektur von besonderem Charakter geschaffen.

Schwarz und Weiß
Der gesamte Komplex wurde mit dem JUNG Instabus-System in der Ausführung LS 990 in Schwarz und Weiß ausgestattet. Dank seiner Funktionsbreite eignet sich das intelligente Gebäudeinstallations-Programm vor allem für Aufgaben, bei denen es zum einen auf bedarfsgerechte Anwendungsvielfalt und zum anderen auf eine optimale Einbindung der Technik in das vorhandene Umfeld ankommt.

Verwendete Designs und Technologien