Dieses Wohnhaus in Rheda-Wiedenbrück, entworfen von Drewes +
Strenge Architekten, realisiert auf einer kompakten Wohnfläche von
110 qm eine effiziente Raumnutzung und kombiniert unterschiedliche
Stilelemente. Dabei führten die konträren Vorstellungen der
Bauherren zu einer kraftvollen Auseinandersetzung mit der
Architektur. Auf der einen Seite bestand der Wunsch nach klaren
Formen, sachlichen Materialien, Bauhaus und Flachdach. Dem
gegenüber gab es die Vorstellung von traditionellen Formen, einem
geneigten, überstehenden Dach sowie dem Einsatz von Holz und
natürlichen Materialien. Auf ausdrücklichen Wunsch beider Bauherren
wird der Neubau dem Niedrigenergiestandard gerecht.
Es entstand ein Hybrid: Eine arhythmisch gegliederte und befensterte Schale in U-Form umfasst den hölzernen Kern des Hauses an drei Seiten. Dieser Kern setzt sich mit kräftigem Lärchenholz und weißen Innenwänden von der roh belassenen, mit Kalk-Zement verputzten Schale ab. Das leicht geneigte Dach ragt weit aus und beschattet die ruhig gegliederte Gartenfassade, die größtenteils verglast ist. Die eher sparsam befensterte Schale, eine Sichtbetonwand und Sichtbetonwinkel schirmen Haus und Garten zur Straße hin ab.



